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Kamera-Empfehlungen


SWAROVSKI OPTIK hat eine Reihe von Kameras auf ihre Funktionstauglichkeit fürs Digiscoping getestet und empfiehlt die  hier (Kameras 2015, PDF 66KB) und hier (Kameras 2016, PDF 212KB) angeführten Modelle.


VERSCHIEDENE KAMERATYPEN

Kompaktkameras

Die kleinen und leichten Kompaktkameras sind einfach und intuitiv zu bedienen und stellen eine recht preisgünstige Variante dar. Wichtig ist hier eine gute Qualität des Sensors, um entsprechend kurze Verschlusszeiten zu erreichen und das sogenannte Bildrauschen möglichst zu minimieren. Zum Digiscopen eignen sich Kompaktkameras bis max. optischem 4fach-Zoom bzw. 5-fach-Zoom mit rückläufigem Objektiv – dies hat mit der Brennweite bzw. dem optischen Aufbau der Kameras zu tun, die auf das Teleskop abgestimmt sein müssen. Der geeignete Adapter ist der DCB II Schwenkadapter. SWAROVSKI OPTIK empfiehlt die  hier (Kameras 2015, PDF 66KB) und Kamera ​hier (Kameras 2016, PDF 212KB)angeführten Modelle – allerdings aufgrund der Vielfalt am Kameramarkt ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Beim Arbeiten mit Kompaktkameras mit DCB II Schwenkadapter profitiert man erheblich vom verfügbaren Autofocus, der insbesondere den unerfahrenen Digiscoper beim Fokussieren unterstützen kann. 
Ein wesentliches Merkmal stellt auch der zumeist sehr hohe Crop-Faktor dar, der sehr lange Brennweiten bietet (bis 3000 mm), aber auch die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich Verwacklungen und eine stabile Aufstellung verlangt. 
Die ISO-Dynamik entsprechender Modelle ist sehr unterschiedlich, es kann durchaus auch bis ISO 1000 oder höher gearbeitet werden, es empfiehlt sich allerdings, das Rauschen bzw. die Bildqualität im Trockenen auszutesten, um im echten Feldeinsatz mit den geeigneten Einstellungen die gewünschten Bildergebnisse zu erzielen.


Spiegelreflexkameras APS-Format

Spiegelreflexkameras bieten meist eine sehr gute Sensorqualität, dadurch sind höhere ISO-Zahlen und somit kürzere Belichtungszeiten möglich. Eine kurze Verschlusszeit ist besonders wichtig, um jede Erschütterung im System zu vermeiden – auch der Spiegelschlag selbst sorgt hier für Vibrationen. DSLR-Kameras bieten professionelle Einstellmöglichkeiten sowie Möglichkeiten zur Fernauslösung, sie stellen aber auch die größte, schwerste und kostspieligste Kamera-Kategorie dar. Spiegelreflexkameras werden über einen T2 Adapter an den TLS APO (30 mm Festbrennweitenobjektiv) angeschlossen. Der TLS APO ist auf Sensoren im APS-Format und kleiner ausgelegt, was bedeutet, dass es bei der Verwendung mit Vollformatkameras zu Vignettierung kommt. 

ISO: ~ 1000 – 3200 
Crop-Faktor: 1,5 – 2,0


Systemkameras

Systemkameras haben den Vorteil, dass sie großteils die Kriterien einer Spiegelreflexkamera abdecken, diese aber mit dem Größenvorteil einer Kompaktkamera vereinen. Durch den etwas größeren Sensor sind sie rauschärmer als Kompaktkameras, zudem sind bei den meisten Modellen Möglichkeiten zum Fernauslösen gegeben. Teilweise sind auch Bildstabilisatoren auf Sensorebene vorhanden. 
Ein weiterer, wesentlicher Vorteil ist das spiegelfreie Konzept, auf dem sogenannte Systemkameras basieren – man vermeidet daher die Gefahr von Unschärfen bzw. Verwacklungen durch den Spiegelschlag, wie bei DSLR-Kameras üblich. 
Systemkameras können aufgrund ihres abnehmbaren Objektivs mit dem TLS APO verwendet werden, durch ihre recht kompakte Bauweise sind sie ebenfalls mit dem DCB II Schwenkadapter (mit ~ 20 mm Pancake-Objektiv) kombinierbar. 

ISO: ~ bis zu 1000 
Crop-Faktor: 1,6 – 2,7


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